Golfplatz

Golfplatz

Kurz erklärt

Ein Golfplatz ist ein Sportplatz, der aus mehreren Löchern besteht, die nacheinander bespielt werden. Ein vollwertiger Golfplatz hat in der Regel 18 Löcher, es gibt aber auch 9-Loch-Plätze. Jedes Loch besteht aus Abschlag, Fairway, Rough und Grün mit dem Loch und der Flagge.

Kurz zusammengefasst (TL;DR)

  • Ein Golfplatz hat in der Regel 18 Löcher – das geht auf einen historischen Zufall in St. Andrews zurück
  • Jede Spielbahn besteht aus Abschlag, Fairway, Rough und Grün, dazu kommen optionale Hindernisse wie Bunker und Wasser
  • Es gibt verschiedene Golfplatz-Typen: Parkland, Links, Executive Course und mehr
  • Zum Spielen brauchst du eine Platzreife und bezahlst eine Greenfee
  • Auf dem Gelände gibt es auch Driving Range, Putting Green und Kurzplatz zum Üben

Ohne Golfplatz gibt’s praktisch kein Golf, weil die Geschwindigkeit der Golfbälle sonst viel zu gefährlich wär‘. Ein Golfplatz steckt voller Überraschungen und hat bestimmt mehr zu bieten, als du glaubst.

Wenn du bereits öfter auf einem Golfplatz warst, wirst du die meisten Dinge hier schon kennen. Wenn du allerdings noch nicht so oft auf einem Golfplatz warst, könnte dieser Artikel dir einige neue Informationen geben. Wenn du mehr über bestimmte Themen wissen möchtest, sind auf den Schlagworten überwiegend Artikel verlinkt, die noch tiefer ins Detail gehen. Und falls du gerade erst mit dem Golfen anfängst, empfehle ich dir auch unseren kompletten Anfänger-Ratgeber.

Warum hat ein Golfplatz 18 Löcher?

Ein Golfplatz hat in der Regel 18 Löcher. Es gibt auch kleinere Anlagen mit 9 Löchern sowie größere Komplexe mit 27 oder 36 Bahnen. Die 18-Loch-Regel geht auf den schottischen Golfclub St. Andrews zurück, der im 19. Jahrhundert als Vorbild für den weltweiten Golfsport galt.

Die Antwort auf das „Warum“ ist dabei überraschend: Es war reiner Zufall.

Der bekannteste Golfplatz der Welt, der Old Course im schottischen St. Andrews, spielte ursprünglich auf weniger als 18 Bahnen. Im Jahr 1764 gab es dort noch 22 Löcher, von denen einige doppelt bespielt wurden. Nach und nach wurden Bahnen zusammengelegt, bis am Ende genau 18 Löcher übrig blieben.

Da St. Andrews damals als Mutterclub des Golfsports galt, haben sich die meisten anderen Clubs an diesem Vorbild orientiert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die 18-Loch-Runde offiziell in die Regeln des Royal and Ancient Golf Club aufgenommen und damit international zum Standard.

Heute hat ein normaler Golfplatz also 18 Löcher. Kleinere Anlagen haben oft nur 9, manchmal sogar nur 6 oder 3. Größere Komplexe kommen auf 27 oder 36 Bahnen, wobei dann meistens zwei oder mehr separate 18-Loch-Kurse auf einem Gelände liegen.

Was ist alles in einem Golfplatz enthalten?

Ein Golfplatz ist immer in Verbindung mit einem Golfclub. In diesem befindet sich der Golfplatz selbst, der entweder nur 9-Loch oder 18-Loch, oder auch eine Kombination aus mehreren 9-Loch-Schleifen enthält. Außerdem gehören das Sekretariat, einige Übungsplätze, ein Pro-Shop, das Clubhaus und unter Umständen sogar ein Clubrestaurant dazu. Es gibt natürlich unterschiedliche Arten von Golfspielbahnen, auf die ich in diesem Abschnitt eingehen werde.

Was sind die wichtigsten Regeln auf dem Golfplatz?

Die wichtigste Regel auf dem Golfplatz ist, dass du nur mit einer Platzreife auf dem Platz spielen darfst. Zudem musst du eine Greenfee bezahlen, um auf dem Platz zu spielen, unter der Voraussetzung, dass du dich mit deiner Platzreife angemeldet hast. Es gibt auch Plätze, auf denen man nur mit einem bestimmten Handicap spielen kann, allerdings ist das nicht die Regel.

Was ist Par?

„Par“ ist eine Abkürzung für Professional Average Result. Das bedeutet, dass ein Profi dieses Ergebnis durchschnittlich schlägt. Auf einem Par-3-Loch wird ein Profi also durchschnittlich 3 Schläge zum Einlochen benötigen.

Dabei ist wichtig zu wissen, dass in dieser Rechnung, egal welcher Par-Wert eine Bahn hat, 2 Schläge nur für das Putten eingerechnet werden und der Rest für die Annäherung gedacht ist. Ob ein Loch ein Par-3, Par-4 oder Par-5 ist, wird anhand der Länge der Strecke festgelegt.

Auch wichtig: Die Par-Anzahl ist nicht mit der Schwierigkeit einer Bahn gleichzusetzen. Die Par-Zahl setzt sich aus den 2 Putts und der Länge der Bahn zusammen, nicht aus Dingen wie Layout oder Unebenheiten.

Par-3-Löcher

Auf einem Par-3-Loch geht man von 2 Putts aus. Also sollte bei einem Profi durchschnittlich der erste Schlag auf dem Grün landen. Damit dies möglich ist, darf das Loch keine hohe Distanz vom Abschlag haben.

Die maximale Länge eines Par-3-Loches beträgt für den Männerabschlag 250 Yards (229 Meter) und bei den Frauen 210 Yards (192 Meter).

Par-4-Löcher

Auch bei einem Par-4-Loch geht man von 2 Putts aus. Deswegen werden hier 2 Annäherungsschläge eingerechnet. Also einen Abschlag und einen weiteren Schlag, welcher optimalerweise vom Fairway aufs Grün geht.

Viele Par-4-Bahnen haben einen Knick im Verlauf, das nennt sich im Golfjargon Dogleg (Hundebeinkurve). Dieser Knick macht taktisches Spielen nötig, denn wer zu weit oder zu gerade abschlägt, landet schnell im Rough.

Die maximale Länge eines Par-4-Loches beträgt für den Männerabschlag 470 Yards (430 Meter) und bei den Frauen 400 Yards (366 Meter).

Par-5-Löcher

Par-5-Löcher sind im Regelfall die längsten Bahnen auf einem Golfplatz. Für diese gilt allerdings trotzdem die gleiche Regel wie bei den anderen. 2 der 5 Schläge sind Putts, dementsprechend hat man nach dem Abschlag 2 Schläge, um auf das Grün zu kommen.

Die maximale Länge eines Par-5-Loches beträgt für den Abschlag 600 Yards (549 Meter).

Abschlag-Tabelle

Par-WertAbschlag MännerAbschlag Frauen
Par-3250 Yards (229 Meter)210 Yards (192 Meter)
Par-4470 Yards (430 Meter)400 Yards (366 Meter)
Par-5600 Yards (549 Meter)–

Was ist eine Golf-Spielbahn?

Eine Golfspielbahn besteht aus dem Abschlag, dem Fairway, dem Semi-Rough, dem Rough, dem Grün, dem Loch und Hindernissen wie Bunker und Wasser. Die Hindernisse sind optional und nicht auf jeder Spielbahn vorhanden. Die restlichen Bestandteile sind auf jeder Spielbahn zu finden.

Was ist der Abschlag beim Golfen?

Der Abschlag einer Golfspielbahn ist der Startpunkt für jeden Golfer auf dieser Bahn. Hier ist der einzige Punkt, an dem der Driver verwendet werden darf. Außerdem ist es der einzige Punkt, an dem man ein Tee benutzen darf, um seinen Golfball darauf zu stecken.

Der Abschlag ist ein Bereich am Anfang der Golfbahn, auf dem der Rasen extra kurz gemäht ist. Meist gibt es verschiedene Abschläge für unterschiedliche Spielergruppen, die farblich gekennzeichnet sind. Je näher am Loch, desto kürzer und in der Regel einfacher ist die Bahn.

Abschlagsfarben im Überblick:

FarbeFür wen?
SchwarzProfis / Turniere
BlauHerren (Stammabschlag)
GelbHerren Senioren / Standard
WeißDamen
RotJunioren / Anfänger

(Die genaue Farbgebung kann je nach Club leicht abweichen, das Prinzip ist aber überall gleich: näher am Loch bedeutet kürzere Distanz.)

Was ist der Fairway beim Golfen?

Der Fairway ist sozusagen der Mittelteil der Golfstrecke. Es ist die kürzeste Strecke zwischen Abschlag und dem Grün. Der Fairway ist tiefer gemäht als das Rough, welches ihn umgibt, und wird regelmäßig gemäht.

Zwischen dem Fairway und dem Rough liegt oft noch das Semi-Rough, ein Streifen leicht höheren Grases. Der Ball liegt dort noch spielbar, aber der Schlag wird schon etwas schwieriger als auf dem Fairway. Wer weiter vom Fairway abkommt, landet im echten Rough, und das wird dann deutlich unangenehmer.

Was ist das Grün beim Golfen?

Das Grün ist auf der Golfspielbahn das Ziel. Es enthält das Loch, und hier darf nur mit dem Putter gespielt werden. Normalerweise werden hier 2 Putts angesetzt, um auf Par zu kommen. Der Rasen ist hier extrem kurz gemäht und wird in sehr geringen Abständen nachgemäht.

Übrigens: Wenn dein Ball beim Annäherungsschlag auf dem Grün einschlägt, hinterlässt er eine sogenannte Pitchmarke. Diese musst du immer ausbessern, das ist Pflicht und Etikette zugleich. Eine gute Pitchgabel mit Ballmarker* gehört deshalb in jede Golftasche.

Was ist das Loch beim Golfen?

Das Loch ist das Ende einer Golfbahn und der Zielpunkt deines Golfballes. Es hat immer den gleichen Durchmesser von 10,8 Zentimeter und eine Tiefe von 10,2 Zentimeter. Eine Fahne markiert seine Position, damit du es auch aus großer Entfernung noch siehst.

Was ist das Rough beim Golfen?

Das Rough ist das höhere Gras, das den Abschlag, das Fairway und das Grün umgibt. Es besteht aus hohem Gras, Büschen und Bäumen. Das Rough trennt außerdem jede Spielbahn voneinander und gibt dem Golfplatz eine natürliche Atmosphäre.

Was ist der Bunker beim Golfen?

Der Bunker auf der Golfbahn ist ein Hindernis, in das man mit seinem Golfball geraten kann. Durch die Beschaffenheit des Bunkers ist es schwierig, den Ball wieder herauszuschlagen. Da der Boden weder sehr fest noch immer eben ist, muss man hier spezielle Schlagtechniken verwenden. Meistens frustriert der Bunker die Golfer, weil sie die Bunkertechnik selten üben und somit viele Schläge zum Befreien des Golfballes benötigen.

Was ist ein Wasserhindernis beim Golfen?

Das Wasserhindernis ist ein Hindernis wie der Bunker, allerdings noch frustrierender. Beim Wasserhindernis gibt es keine Möglichkeit, seinen Ball zurückzuholen, und man muss einen Strafschlag hinnehmen, wenn man hier hineinschlägt. Ist der Ball noch spielbar, gilt dies nicht. Die Bälle werden später von einem Golfballtaucher aus dem Wasserhindernis genommen und weiterverkauft.

Das kurze Spiel rund ums Grün ist für viele Golfer der Bereich, in dem die meisten Schläge verloren gehen. Gerade das Lesen des Grüns, das Einschätzen von Entfernungen und das Wiederholen von Schlägen unter verschiedenen Bedingungen – all das braucht Zeit und ein System. Ein konkretes Werkzeug, das mir dabei geholfen hat, ist ein strukturiertes Golf Journal.

Wenn du dein Spiel rund um Grün und kurzes Spiel gezielt verbessern möchtest, schau dir mal „Dein Golf Journal“ an. Es hilft dir, deine Runden zu dokumentieren, Ziele zu setzen und Muster in deinem Spiel zu erkennen, damit du nicht jedes Mal wieder bei null anfängst.



Wo kann ich auf dem Golfplatz üben?

Auf dem Golfplatz gibt es außer der Golfbahn auch noch andere Plätze, an denen man sich für eine 9-Loch- oder 18-Loch-Partie aufwärmen bzw. vorbereiten kann. Darunter fallen die Driving Range, das Putting Green und der Kurzplatz deines Golfplatzes. Es empfiehlt sich, alle diese Orte zu nutzen, um sein Golfspiel optimal üben zu können.

Was ist eine Driving Range?

Die Driving Range ist ein Übungsort auf dem Golfgelände, der sich auf den Abschlag spezialisiert. Hier kannst du von einer Reihe von Abschlägen deinen Ball schlagen. Dazu zählen Abschläge aus Kunstrasen mit einem Gummitee und Abschläge von echtem Gras, auf dem du deinen eigenen Tee verwenden kannst.

Du darfst hier nur die Driving Range-Bälle verwenden, die du an einem Automaten für Geld erwerben kannst. Diese Bälle dürfen außerdem nicht auf dem Platz, sondern ausschließlich auf der Range verwendet werden.

Die Driving Range hat einige Indikatoren für dich, um bestimmte Ziele wie Fahnen anzuvisieren und zu überprüfen, ob du in die richtige Richtung triffst. Obendrein gibt es Abstandsindikatoren, also Schilder mit Meterangaben wie 50, 100 oder 150 Meter. So kannst du ziemlich gut einschätzen, wie weit und wie genau dein Abschlag fliegt.

Auf der Driving Range wirst du die meisten Leute mit ihrem Driver sehen, da dies der häufigst genutzte Schläger für den regulären Abschlag ist. Ich würde dir allerdings empfehlen, die Schläger regelmäßig zu wechseln. Auf dem Platz hast du schließlich auch nicht 10 Testschläge, sondern immer nur einen.

Was ist ein Putting Green?

Das Putting Green auf einer Golfanlage ist ein großangelegtes Grün mit mehreren Löchern und Fahnen. Hier geht es darum, deine Putts zu üben. Wie bereits unter dem Punkt Par erklärt, rechnet man beim Par-Wert mit 2 Putts. Das bedeutet, auf einer Par-3-Bahn sind 66 Prozent deiner Schläge Putts.

Auf dem Putting Green kannst du das Loch anvisieren, auf das du schlagen möchtest. Du trainierst hier das Schlagen auf dem Grün, das Lesen des Grüns und dein Gefühl für den Putter. All dies sind die wichtigsten Voraussetzungen für deinen Erfolg, wenn du auf dem Grün landest.

Was ist ein Kurzplatz?

Der Kurzplatz ist ein weiterer Übungsplatz für Golfer. Hier lassen sich besonders gut das kurze Spiel und die Annäherungsschläge aufs Grün trainieren, die maximal rund 100 Meter entfernt sind. Das heißt, hier besteht die Möglichkeit, Schläger wie den Wedge oder die hohen Eisen wie das Eisen 9 zu üben. Mit allen diesen Übungsanlagen kannst du jegliche Art von Schläger trainieren und dich verbessern.

Die größten Fehler im kurzen Spiel beim Golfen

Was sind die Kosten des Spielens auf einem Golfplatz?

Es gibt mehrere Punkte, die man beachten muss, wenn es um die Kosten beim Golfspielen geht. Dazu gehören die Greenfee und die Rangefee, aber es gibt auch noch weitere Kosten.

Was ist eine Greenfee beim Golfen?

Die Greenfee ist sozusagen das Bezahlen der Eintrittskarte zum Golfplatz. In deinem eigenen Heimatclub ist diese in deinem Mitgliedsbeitrag enthalten. Wenn du allerdings auf einem Fremdplatz spielen möchtest, musst du diese im Sekretariat des Clubs kaufen. Manchmal ist die Greenfee auch im Pro-Shop zu erwerben.

In Deutschland zahlst du für eine 18-Loch-Runde auf einem Fremdplatz je nach Anlage zwischen 30 und 120 Euro. Viele Clubs bieten günstigere Nachmittagstarife an oder reduzieren die Greenfee, wenn du deinen Mitgliedsausweis vorzeigst. Manche Clubs innerhalb eines Verbundes geben sich gegenseitig Rabatte von bis zu 50 Prozent.

Außerdem gibt es Verbände von Golfclubs, die untereinander Rabatte anbieten. Das bedeutet, dass ein Club in der Nähe manchmal nur die Hälfte der Greenfee nimmt, wenn du deinen Mitgliedsausweis mitbringst und vorzeigst. Wenn du flexibel auf verschiedenen Plätzen spielen möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf eine Golf-Fernmitgliedschaft, die oft günstiger ist als eine Vollmitgliedschaft und trotzdem Platzzugang ermöglicht.

Was ist eine Rangefee beim Golfen?

Die Rangefee ist sozusagen das Bezahlen der Eintrittskarte zur Driving Range. In deinem eigenen Heimatclub ist diese in deinem Mitgliedsbeitrag enthalten. Genau wie bei der Greenfee musst du diese nur auf Fremdplätzen bezahlen. Diese Abgabe ist meist gering. Auf der Driving Range kommen zusätzlich noch die Kosten für die Bälle dazu. Diese sind so gut wie nie im Mitgliedsbeitrag enthalten. Im Regelfall kostet ein halber Korb Bälle 1 Euro, ein voller Korb 2 Euro.

Golf Taktik Wie schaffe ich es genaue Meteranzahlen zu schlagen

Was für Arten von Golfplätzen gibt es?

Ein Golfplatz kann, je nachdem in welcher Region er sich befindet, sehr hügelig sein oder auch ziemlich flach. Das ist ein großer Faktor bei der Schwierigkeit des Platzes. Es gibt aber auch verschiedene grundsätzliche Typen von Golfanlagen, die sich im Aufbau und der Ausrichtung unterscheiden.

Parkland-Golfplatz

Die meisten Golfplätze in Deutschland sind sogenannte Parkland-Plätze. Diese sind, wie man sich einen klassischen Golfplatz vorstellt: von Bäumen umgeben, mit Wasserhindernissen und Teichen, grünen Fairways und abwechslungsreichen Hindernissen. Parkland-Plätze sind oft gut gepflegt und eher für ruhiges, strategisches Spiel geeignet.

Links-Golfplätze liegen direkt am Meer, meist in Schottland, Irland oder England. Der Name kommt vom englischen „Verbinden“, gemeint ist die Verbindung vom Wasser zum Festland. Diese Plätze sind windanfällig, haben kaum Bäume und sind oft sehr anspruchsvoll. Die berühmtesten Golfplätze der Welt, wie St. Andrews oder Carnoustie, sind Links-Kurse.

Executive Course

Ein Executive Course hat zwar 18 Löcher, ist aber kürzer als eine Standardanlage. Er hat mehr Par-3-Löcher und weniger lange Par-4- oder Par-5-Bahnen. Dadurch ist eine Runde schneller zu spielen. Für Einsteiger und alle, die wenig Zeit haben, ist das eine gute Option.

Par-3-Kurs

Auf einem Par-3-Kurs sind alle Bahnen Par-3-Löcher. Das macht den Kurs kürzer und schneller. Solche Anlagen eignen sich hervorragend zum Üben des kurzen Spiels und für Golfer, die gerade erst anfangen.

Kurzplatz / Approach Course

Ein Approach Course ist noch kürzer als ein Par-3-Kurs. Er ist hauptsächlich für das Training von Pitching und Chipping gedacht. Manche Löcher sind kürzer als 50 Meter. Das ist nichts für eine vollständige Runde, aber ideal, um das kurze Spiel zu verfeinern.

Öffentlicher Platz vs. Mitgliederclub

Ein öffentlicher Golfplatz ist für jeden zugänglich, der eine Platzreife hat. Du kannst ohne Mitgliedschaft eine Tee-Time buchen und bezahlst die Greenfee direkt vor Ort. Mitgliederclubs sind dagegen für Stammgäste gedacht. Du zahlst einen Jahresbeitrag, hast dafür aber freien Zugang zum Platz und keine separate Greenfee im eigenen Club.

Was ist Course Rating und Slope?

Jeder offizielle Golfplatz hat zwei wichtige Kennzahlen, die du kennen solltest: das Course Rating und den Slope Rating.

Das Course Rating gibt an, wie viele Schläge ein Scratch-Golfer (also jemand mit Handicap 0) für eine Runde auf diesem Platz benötigen sollte. Je höher der Wert, desto schwieriger der Kurs.

Der Slope-Wert zeigt, wie viel schwieriger der Platz für Amateure im Vergleich zu sehr guten Spielern ist. Ein Slope von 113 ist der Standardwert. Ein Platz mit Slope 130 ist für den Amateurgolfer deutlich anspruchsvoller als ein Platz mit Slope 100. Diese Werte stehen auf der Scorekarte und sind auch für die offizielle Handicap-Berechnung relevant.

Wo spielt man Golf im Winter?

Golf ist eine Sommersportart, allerdings gibt es einige Möglichkeiten, auch in der kalten Jahreszeit Golf zu spielen. Der Platz schließt im Winter, deswegen ist dies keine Option.

Eine Möglichkeit ist die Driving Range. Diese hat überwiegend das ganze Jahr über geöffnet, und vorwiegend gibt es auch Abschläge, die überdacht sind. Eine andere Möglichkeit sind Indoor-Golfplätze. Dafür gibt es Simulatoren, die du nutzen kannst, um trotz des Winters mit deinen Schlägern Erfahrung zu sammeln. Diese kannst du auch im Sommer nutzen, wenn du unterwegs bist oder beispielsweise direkt in einer Innenstadt wohnst. Außerdem bekommst du hier sehr genaue Angaben über deinen Golfschwung, deine Schlägerkopfgeschwindigkeit, Ballgeschwindigkeit und viele weitere Daten.

Manchmal macht es auch Sinn, hier mit einem Pro hinzugehen, um genau diese Daten zu sammeln und zu schauen, wie man den Schwung verbessern könnte. Viele Profis haben kein mobiles Messgerät und greifen deswegen auf diese Einrichtungen zurück.

Was für Angebote gibt es auf dem Golfplatz?

Auf einem Golfplatz gibt es nicht nur die Golfbahnen oder die Übungsplätze. Es gibt auch weitere Angebote auf den meisten Anlagen. Dazu gehören das Clubhaus mit dem Sekretariat und der Verwaltung, oft ein Pro-Shop und bei größeren Clubs auch noch ein Clubrestaurant.

Was ist ein Clubhaus beim Golfen?

Das Clubhaus beim Golfen ist der Treffpunkt der Golfer eines Clubs. Man nennt das Clubhaus auch aus Spaß das 19. Loch. In einem Clubhaus befinden sich Aufenthaltsräume für die Mitglieder, Umkleiden, Sanitäranlagen und das Sekretariat bzw. die Verwaltung. Unter Umständen kann der Pro-Shop und ein Restaurant auch hier drin inbegriffen sein.

Das Clubhaus wird durch die Beiträge der Mitglieder finanziert, und die Kosten werden auf die Mitglieder umgelegt. Im Sekretariat meldet man sich für eine Mitgliedschaft oder für Startzeiten (sogenannte Tee-Times) seiner Gruppe an. Außerdem wird entweder im Sekretariat oder im Pro-Shop die Greenfee für den Platz bezahlt.

Was ist ein Pro-Shop beim Golfen?

In vielen Golfclubs gibt es einen Pro-Shop, in dem du Produkte für den Golfgebrauch kaufen oder Dienstleistungen entgegennehmen kannst. Zu den Produkten zählen Schläger, Bekleidung, Schuhe, Taschen, Trolleys, Bälle und vieles mehr.

Das Wichtigste für den Griff am Schläger ist ein passender Handschuh, den du entweder im Pro-Shop vor Ort kaufst oder direkt bei Golf und Günstig*, oft deutlich günstiger als im Club.

Man kann sich in Pro-Shops oft Golfschläger ausleihen und hat durch die Pros eine gute Beratung. Außerdem ist der Pro-Shop direkt auf dem Club vor Ort und ein Helfer in der Not, wenn man sofort etwas benötigt.

Was ist ein Clubrestaurant beim Golfen?

Ab einer bestimmten Größe hat ein Club ein eigenes Restaurant. Dies ist erst ab einer bestimmten Größe möglich, um das Restaurant auch profitabel zu halten. Die meisten Golfplätze haben dies nicht und greifen auf Alternativen wie Getränke- und Snackautomaten zurück.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Löcher hat ein Golfplatz?

Ein Golfplatz hat in der Regel 18 Löcher. Kleinere Anlagen haben oft nur 9 Löcher, und größere Golfkomplexe kommen auf 27 oder 36 Bahnen. Die 18-Loch-Runde hat sich historisch aus dem schottischen Club St. Andrews entwickelt.

Warum hat ein Golfplatz 18 Löcher?

Das geht auf einen historischen Zufall zurück. Der Old Course in St. Andrews hatte ursprünglich 22 Löcher, die nach und nach auf 18 reduziert wurden. Da St. Andrews als Mutterclub des Golfsports galt, haben sich alle anderen Clubs daran orientiert. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die 18-Loch-Runde dann offiziell in die Regeln aufgenommen.

Wie lang ist ein 18-Loch-Golfplatz?

Beim Spielen auf einem 18-Loch-Golfplatz legst du in etwa 7 bis 10 Kilometer zurück.

Wie lang ist ein 9-Loch-Golfplatz?

Beim Spielen auf einem 9-Loch-Golfplatz legst du in etwa 5 bis 5,5 Kilometer zurück.

Wie lange braucht man für 18 Loch beim Golfen?

Für 18 Loch auf einem Golfplatz benötigt man maximal 4,5 Stunden. Neue Golfspieler und Amateure brauchen natürlich wesentlich länger als Profis.

Wie lange braucht man für 9 Loch beim Golfen?

Für 9 Loch auf einem Golfplatz benötigt man in etwa 2 bis 2,5 Stunden.

Was kostet eine Greenfee in Deutschland?

Eine Greenfee für eine 18-Loch-Runde auf einem Fremdplatz kostet in Deutschland je nach Anlage zwischen 30 und 120 Euro. Viele Clubs bieten günstigere Nachmittagstarife oder Gastkonditionen für Inhaber von Clubmitgliedsausweisen an. Wer häufig auf verschiedenen Plätzen spielen möchte, sollte eine Platzreife und ggf. eine Fernmitgliedschaft in Betracht ziehen.

GolfplatzLängeZeit
9-Loch-Golfplatz5 bis 5,5 km2 bis 2,5 Stunden
18-Loch-Golfplatz7 bis 10 kmMaximal 4,5 Stunden

Fazit

Der Golfplatz ist sowohl ein Ort des Spielens als auch ein Ort der Begegnung. Golf ist ein sehr sozialer Sport und lebt von der Kommunikation seiner Spieler. Deswegen gibt es hier immer Einrichtungen, um die Begegnung zwischen den Spielern zu erleichtern, und es bilden sich Spielgruppen innerhalb dieser Clubs.

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